Häufig gestellte Fragen

Verbessertes Arzt-Patienten-Verhältnis

Ein Patient im Gerinnungs-Selbstmanagement zeigt, dass er bereit ist, selbst Verantwortung für seine Therapie zu übernehmen und sich mit seiner Erkrankung auseinanderzusetzen. Dies erleichtert dem behandelnden Arzt die Beratung und Betreuung und erspart viel wertvolle Arbeitszeit. Dennoch gibt es für Ärzte viele Fragen.

 

F: Was sind die Vorteile für Patienten im Selbstmanagement?

A: Bessere Werte, mehr Sicherheit und Zufriedenheit

  • Studien zeigen, dass – bedingt durch die häufigen Messungen – die INR-Werte von Patienten im Selbstmanagement bis zu 90%* im therapeutischen Bereich liegen, das heißt sehr stabil sind. Mit der Kontrolle in der Arztpraxis werden nur Werte von etwa 60% erreicht.
  • Die Rate für schwere Blutungskomplikationen bzw. thromboembolische Ereignisse wird signifikant gesenkt: Komplikationen wie Blutungen oder die Verstopfung eines Gefäßes gehen deutlich zurück.
  • Die Therapiekosten werden deutlich reduziert.
  • Die Zufriedenheit der Patienten steigt: Sie sind aktiv an ihrer Therapie beteiligt und tragen einen Teil der Verantwortung für ihr eigenes Wohlbefinden. Sie empfinden mehr Sicherheit und Unabhängigkeit – eine höhere Lebensqualität.

* Bernardo, A, Völler, H 2001: Leitlinien Gerinnungsselbstmanagement. Dtsch. Med. Wschr. 126, 346-351

 

F: Gehen mir meine Patienten durch das Gerinnungs-Selbstmanagement verloren?

A: Ihr Patient bleibt weiterhin Ihr Patient.

Die Sorge, dass Patienten im Gerinnungs-Selbstmanagement der eigenen Praxis verloren gehen könnten, erweist sich als unbegründet. Auch diese Patienten brauchen weiterhin Ihren Rat und Ihre Unterstützung bei ihrer Therapie. Ein persönliches Gespräch mit dem Patienten pro Quartal ist notwendig und abrechnungsfähig.

 

F: Ist das Monitoring mit  PT/INR Heparin unempfindlichen Teststreifen für alle Patienten geeignet?

A: Schwere Erkrankungen können Einfluss auf die Blutgerinnung und somit auch auf INR-Messungen haben. 

 

  • Verwenden Sie die gegen Heparin unempfindlichen qLabs® Teststreifen nur bei Patientenproben innerhalb der benannten Hämatokritwerte von 25% bis 53%. Patientenproben mit einem Hämatokritwert unterhalb dieses Richtwertes, die zusätzlich einen höheren INR-Wert haben, können ein nach unten abweichenden INR-Testergebnis bei Gebrauch von qLabs® Teststreifen aufweisen.
  • Wenn das INR-Testergebnis innerhalb des therapeutischen Bereichs liegt, aber es Grund zur Annahme gibt, dass der INR-Wert deutlich abweichen könnte (z. B. Symptome wie Blutungen oder Hämatome bei einem niedrigen INR-Wert), sollte sofort eine alternative Testmethode veranlasst werden.
  • Bei der Probenentnahme muss die richtige Technik der kapillären oder venösen Blutentnahme laut der Gebrauchsanweisung der qLabs® Teststreifen zwingend beachtet werden. Den Blutstropfen immer sofort auf die Teststreifen geben.  
  •  Verwenden Sie die qLabs® Teststreifen nicht für Proben von Patienten mit schwerwiegender Koagulopathie wie Disseminierte intravasale Koagulopathie (DIC) und anderen Beschwerden im Zusammenhang mit schnellen Veränderungen der Blutgerinnung, wie sie bei schwerkranken Patienten auftreten. Beispiele hierfür sind schwere Sepsis, septischer oder hypotensiver Schock.
  • Verwenden Sie qLabs® Teststreifen nicht für Proben von Patienten mit schweren Anämien jeglicher Art, welche häufig bei schwerkranken Patienten einschließlich solcher mit vorangegangenen Blutungsstörungen vorkommen.

 

 

 

F: Wird mein Arzneimittelbudget belastet?

A: Keine Belastung Ihres Arzneimittelbudgets.

Wenn die Krankenkasse der Verordnung eines Gerinnungsmonitors zugestimmt hat, verhalten Sie sich bei der Verordnung der Teststreifen leitliniengerecht.

 

 

 

F: Wie werden Patienten geschult?

A: Die Schulung zum Patienten-Selbstmanagement beinhaltet:

  • Grundsätzliches zur Gerinnungshemmung, Wirkdauer und Wirkweise sowie zu möglichen Nebenwirkungen der Antikoagulantien 
  • Wechselwirkungen von Antikoagulantien und anderen notwendigen Medikamenten
  • Therapeutische Bereiche der Gerinnungshemmung 
  • Dokumentation der Blutgerinnungswerte im Patientenpass
  • Erkennen und richtiges Handeln bei Komplikationen 
  • Endokarditisprophylaxe besonders nach Herzklappenersatz
  • Hinweise zu Reisen oder geplanten ärztlichen Eingriffen (z. B. Zahnextraktion)