Messung beim Praxisbesuch

 

In der Regel führt der Arzt alle vier bis sechs Wochen eine Kontrolle des INR-Wertes durch. Dem Patienten wird in der Praxis Blut aus der Vene entnommen und zur Kontrolle an ein Labor gesandt. Die Ergebnisse liegen am selben Tag oder am Tag darauf vor. Schwankungen des INR-Wertes werden auf diese Weise nicht so schnell erkannt wie beim Patienten-Selbstmanagement.

Sollte es einmal zu einer akuten Blutung kommen, genießen die Patienten den Vorteil der jahrzehntelangen Erfahrung mit Vitamin-K-Antagonisten wie Marcumar® oder Falithrom®: Der Gerinnungswert ist schnell und unkompliziert messbar und Gegenmaßnahmen sind bekannt und können schnell eingeleitet werden. So haben sie im Notfall gute Chancen.

Das Gerinnungsmanagement beim Arzt kann in ein Patienten-Selbstmanagement übergehen: Wichtigste Voraussetzung ist, dass der Patient in einer guten Verfassung ist und die notwendige Schulung absolviert, um die Messungen verlässlich durchführen und Dosierungen anpassen zu können.